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Progression bei GIST

Wenn die GIST-Erkrankung trotz Therapie fortschreitet

Viele Betroffene machen sich große Sorgen, wenn die Erkrankung trotz einer laufenden Therapie weiter wächst. Diese Situation wird als Progress bezeichnet. Im Zusammenhang mit einem gastrointestinalen Stromatumor (GIST) bedeutet das: Die Erkrankung schreitet fort, obwohl bereits eine Tyrosinkinase-Inhibitor(TKI)-Therapie durchgeführt wird. Wichtig ist dabei: Bei GIST gibt es glücklicherweise mehrere weitere Behandlungsmöglichkeiten, sodass auch nach einem Progress noch Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Diese werden von Prof. Dr. med. Reichardt, Chefarzt der Onkologie am Helios Klinikum Berlin-Buch, erklärt.

Foto von Herrn Prof. Reichardt, Chefarzt der Onkologie am Helios Klinikum Berlin-Buch

Prof. Dr. med. Peter Reichardt

Chefarzt der Onkologie
am Helios Klinikum
Berlin-Buch

Foto von Karin Strube

Karin Strube

Mitgründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Strube Stiftung

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Botschaft: Bei GIST gibt es mehrere weitere Therapieoptionen; Progress bedeutet nicht „Ende der Möglichkeiten“.

Progress muss zuerst sicher bestätigt werden:

  • Unter Therapie können Befunde scheinbar größer werden, was auch als Therapieeffekt missverstanden werden kann.
  • Daher: genaue Beurteilung der Bildgebung, idealerweise durch erfahrene Ärzte und im Austausch mit erfahrenen Radiologen.

Progress ist fast nie ein Notfall:

  • Es ist in der Regel Zeit, Optionen sorgfältig zu prüfen und ggf. eine Zweitmeinung einzuholen.
  • Aber: nicht „ewig“ warten – sinnvoll ist, innerhalb von ca. 1 Woche bis 10 Tagen zu einer Entscheidung zu kommen (nicht erst nach Monaten).

Drei Formen von Progress:

  • Bestehende Herde werden größer (bekannte Befunde wachsen).
  • Neue Herde entstehen zusätzlich zu bisherigen.
  • Fokaler Progress: Viele Herde bleiben stabil, ein einzelner wächst – typisch bei GIST unter TKI durch Resistenz in einem Teilbereich.

Nicht jeder Progress führt sofort zum Therapiewechsel: 

  • Manchmal kann es sinnvoll sein, die bisherige Therapie zunächst fortzusetzen, auch wenn es eine leichte Zunahme gibt.
  • Gründe:
    – Fortsetzung kann weiterhin Nutzen haben (lieber langsames Wachstum als schnelles). 
    – Folgetherapien sind nicht garantiert wirksamer und können schlechter verträglich sein.

Therapielinien verantwortungsvoll nutzen: 

  • Es gibt mehrere, aber nicht endlich viele Therapielinien. 
  • Grundprinzip: Jede Linie möglichst ausschöpfen, statt hin- und herzuwechseln. 
  • „Springen“ zwischen Therapien wird nicht empfohlen.

Vorgehen je nach Progress-Art:

  • Bei neuen Herden: oft engmaschigere Kontrolle, weil das Verhalten neu ist.
  • Beim fokalen Progress: Häufig keine komplette Umstellung, sondern lokale Behandlung des einzelnen wachsenden Herds bei gleichbleibender Medikamententherapie.

Ursache des Progress: Resistenzen/Resistenzmutationen:

  • Medikament blockiert ein Wachstumssignal; bei zusätzlicher Mutation kann die Zelle wieder „anspringen“ und wachsen.
  • Resistenz entsteht oft nicht überall, sondern nur in Teilen – erklärt fokalen Progress.
  • Resistenzmutation kommt zusätzlich zur ursprünglichen Mutation.

Wechsel der Therapielinie folgt einer festen Reihenfolge:

  • Reihenfolge ist in Leitlinien vorgegeben; man wechselt nicht beliebig

Was Patienten beeinflussen können:

  • Resistenzentwicklung ist nicht sicher erklärbar und meist nicht direkt beeinflussbar. 
  • Regelmäßige Einnahme ist jedoch wichtig:
    – Nicht pausieren (Urlaub, Wochenenden), nicht unregelmäßig, nicht „nachholen“ mit mehreren Tabletten.
    – Täglich, ungefähr zur gleichen Tageszeit (morgens oder abends).

Blutspiegelmessung: 

  • Medikament im Blut ist prinzipiell messbar, hilft aber meist nicht zuverlässig für Entscheidungen, weil die entscheidende Menge in der Tumorzelle relevant ist.
  • Stattdessen: Wirksamkeit per Bildgebung, Verträglichkeit per Nebenwirkungen und typischen Routineblutwerten.

Verlaufskontrollen:

  • Standard: CT oder MRT (Ultraschall nicht als Standard empfohlen).
  • Bei stabilem Verlauf: Kontrollen können weiter auseinanderliegen.
  • Nach Progress/Umstellung: Kontrollen engmaschiger.

Wo kontrollieren – Zentrum vs. vor Ort:

  • Im Zentrum oft bessere Standardisierung und Expertise; Rücksprache mit Radiologie leichter.
  • Vor Ort möglich, aber mit möglichen Abstrichen.
  • Ideal: gleiche Methode (CT oder MRT) und möglichst gleiche Stelle – nicht ständig wechseln zwischen CT/MRT/Ultraschall.

Was „Progress“ konkret bedeutet – und warum man ihn genau prüfen muss

Wenn ein Progress vermutet wird, muss zunächst sicher bestätigt werden, ob tatsächlich ein Fortschreiten der Erkrankung vorliegt. Gerade bei GIST kann es unter einer Therapie Veränderungen geben, die auf den ersten Blick wie ein Wachstum wirken, aber in manchen Fällen eher als Folge der Therapie und damit als Hinweis auf Wirksamkeit verstanden werden können. Deshalb ist der erste Schritt immer eine sorgfältige Beurteilung der Bildgebung – idealerweise durch erfahrene Behandler und in enger Abstimmung mit Radiologen, die diese spezielle Situation kennen.

Dabei ist entscheidend zu klären:

  • Liegt wirklich ein Progress vor?
  • Wie stark ist die Veränderung?
  • Handelt es sich nur um eine leichte Veränderung oder um ein deutliches Fortschreiten?
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Progress ist fast nie ein Notfall – aber auch kein Grund, alles aufzuschieben

Ein Progress löst in der Regel keine akute Notfallsituation aus. Es besteht normalerweise Zeit, die Befunde in Ruhe zu prüfen, Therapieoptionen zu vergleichen und bei Bedarf eine Zweitmeinung einzuholen. Problematisch ist es, wenn Betroffenen vermittelt wird, es müsse „sofort heute“ gehandelt werden, ohne Zeit zum Nachdenken oder zur Prüfung von Alternativen. 

Gleichzeitig heißt „kein Notfall“ nicht, dass man die Entscheidung beliebig lange vertagen sollte. Ein sinnvoller Rahmen ist, innerhalb von etwa einer Woche bis zehn Tagen zu einer guten, fundierten Entscheidung zu kommen. Es ist nicht gemeint, dass man erst Monate später reagiert oder zunächst lange abwartet, ohne das Ausmaß des Progresses zu bewerten.

Zweitmeinung: sinnvoll, aber mit Augenmaß

Eine Zweitmeinung ist ein legitimes Recht und kann besonders dann wichtig sein, wenn Zweifel bestehen, ob ausreichend Erfahrung mit GIST vorhanden ist. Gleichzeitig kann es problematisch werden, wenn Betroffene sehr viele Stellen nacheinander aufsuchen – in der Hoffnung, irgendwo eine Einschätzung zu bekommen, die eher dem entspricht, was man sich wünscht. Sinnvoll ist die Zweitmeinung vor allem dann, wenn es berechtigte Fragen zur Expertise, zur vorgeschlagenen Vorgehensweise oder zu möglichen Alternativen gibt.

Formen des Progresses: drei typische Situationen

Ein Progress kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen:

Vorhandene Befunde werden größer

Bekannte Tumorherde (zum Beispiel Primärtumor, falls noch vorhanden, und Absiedelungen) werden bei Verlaufskontrollen erneut vermessen und sind größer geworden.

Es entstehen neue Befunde

Zusätzlich zu bestehenden Herden treten neue Tumorabsiedelungen auf, zum Beispiel an einer weiteren Stelle im Körper. Das kann die Situation verändern, weil man noch nicht weiß, wie dynamisch diese neuen Herde wachsen werden. Deshalb wird in solchen Fällen häufig engmaschiger kontrolliert.

Fokaler Progress: Nur ein Herd wächst, die übrigen bleiben stabil

Hier bleiben viele Herde unverändert, aber ein einzelner beginnt zu wachsen. Diese spezielle Konstellation ist bei GIST unter TKI-Therapie besonders relevant und hängt mit Resistenzmechanismen zusammen, die nur in einem Teil der Tumorzellen auftreten.

Muss man bei Progress sofort die Therapie wechseln?

Auch wenn es zunächst überraschend klingt: Nach Feststellung eines Progresses stellt sich nicht automatisch sofort die Frage nach einem Wechsel der Therapie. Es kann Situationen geben, in denen man die aktuelle Therapie zunächst fortführt, obwohl eine leichte Zunahme sichtbar ist.

Gründe dafür sind: 

  • Fortsetzung kann weiterhin Nutzen bringen Selbst wenn die Erkrankung etwas zunimmt, kann es besser sein, dass sie langsam wächst, statt nach einem Wechsel möglicherweise schneller voranzuschreiten. 
  • Folgetherapien sind nicht garantiert besser und können schlechter verträglich sein Eine neue Therapielinie wirkt nicht zwangsläufig besser als die aktuelle. Außerdem können Nebenwirkungen stärker sein. Deshalb wird immer abgewogen, ob man eine gut verträgliche Therapie, die noch weitgehend Kontrolle bietet, möglichst lange ausschöpft.

Warum „hin und her wechseln“ keine gute Idee ist

Ein Wechsel zurück zu einer vorherigen Therapie ist theoretisch möglich, wird aber als nicht empfehlenswert beschrieben. Der Hintergrund: Die Zahl der verfügbaren Therapielinien ist begrenzt. Deshalb gilt das Prinzip, jede Therapielinie verantwortungsvoll und möglichst vollständig auszuschöpfen, bevor zur nächsten gewechselt wird. Dieses Vorgehen wird als wissenschaftlich gut belegt dargestellt und soll zu besseren Langzeitergebnissen führen.

Vorgehen je nach Progress-Art

Wenn Befunde allgemein zunehmen oder neue Herde auftreten

Ob vorhandene Herde größer werden oder neue dazukommen, ändert nicht grundsätzlich das Prinzip der Überlegung. Wenn jedoch neue Befunde auftreten, wird meist kurzfristiger kontrolliert, weil man deren Verhalten noch nicht kennt und einschätzen muss, ob sich daraus eine Situation entwickelt, die einen schnelleren Wechsel erfordert.

Beim fokalen Progress: lokale Behandlung zusätzlich zur laufenden Therapie

Beim fokalen Progress ist die Situation anders: Die medikamentöse Therapie wirkt in vielen Herden weiterhin gut – nur ein Herd ist „aus der Kontrolle geraten“. In dieser Lage kann es sinnvoll sein, die systemische Therapie unverändert weiterzuführen und den einzelnen wachsenden Befund lokal zu behandeln.

Mögliche lokale Verfahren: 

  • Operation (Entfernung des Befunds, wenn technisch möglich und vertretbar) 
  • Zerstörung durch Hitze 
  • Zerstörung durch Kälte 
  • Bestrahlung

Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem ab von: 

  • Lage (z. B. Leber, Bauchfell)
  • Größe
  • Nähe zu empfindlichen Strukturen (z. B. große Blutgefäße)

Die Entscheidung soll interdisziplinär getroffen werden, in einem Tumorboard, in dem verschiedene Fachrichtungen gemeinsam abwägen, welches Vorgehen im konkreten Fall das beste ist. Betroffene haben Anspruch darauf, dass diese Entscheidung so getroffen wird.

Warum eine Operation „aller Befunde“ bei allgemeinem Progress nicht sinnvoll ist

Wenn viele oder alle Befunde größer werden, entsteht manchmal die Frage, ob man sie operativ entfernen könne. Das ist sehr gut untersucht mit dem ganz klaren Ergebnis: Das macht keinen Sinn, macht mehr Schaden, als dass es nützt. Und deshalb sollte das auf keinen Fall gemacht werden.

Wie es zu Progress und Resistenzen kommt

Die Entstehung eines Progresses wird vor allem über Resistenzmutationen erklärt. Ausgangspunkt ist eine Mutation in den Tumorzellen, die zu einer gestörten Signalübermittlung führt. Das Medikament (in der ersten Therapielinie Imatinib) unterbricht diese Signalkette, sodass das Wachstumssignal ausbleibt und Tumorzellen im Verlauf zurückgehen können.

Im Laufe der Zeit kann jedoch eine zusätzliche Mutation entstehen – eine Resistenzmutation. Dann wird die betroffene Tumorzelle unempfindlich gegenüber dem Medikament, die Signalkette wird wieder aktiv, und die Zelle beginnt erneut zu wachsen. Solche Resistenzmutationen entstehen nicht zwangsläufig in allen Tumorzellen, sondern oft nur in einem Teil. Genau das erklärt, warum beim fokalen Progress nur ein Herd wächst, während andere stabil bleiben.

Wichtig ist dabei: Die Resistenzmutation tritt zusätzlich zur ursprünglichen Mutation auf. Es handelt sich nicht um ein „Austauschen“ der Mutation, sondern um eine weitere Veränderung.

Wechsel in die nächste Therapielinie: Reihenfolge und Vorgaben

Wenn ein Progress bestätigt ist, nicht nur isoliert vorliegt und nach Abwägung klar wird, dass ein Wechsel notwendig ist, wird in die nächste Therapielinie umgestellt. Die Reihenfolge dieser Therapielinien ist als festgelegt beschrieben – durch nationale und internationale Leitlinien. Ein Überspringen (z. B. von Linie Eins direkt zu Linie Drei) ist demnach nicht zulässig, unter anderem wegen fehlender wissenschaftlicher Basis und wegen Zulassungs- und Erstattungsfragen.

Können Patienten Resistenzen verhindern?

Die genaue Ursache der Resistenzentwicklung ist nicht endgültig geklärt. Zellen können möglicherweise „Auswege“ finden, um der Kontrolle durch das Medikament zu entkommen. Oder es sind eventuell bereits von Anfang an einzelne Zellen vorhanden, die weniger empfindlich sind. Insgesamt gilt: Betroffene können die Resistenzentwicklung nicht gezielt verhindern, und es ist nicht erklärbar, warum sie bei manchen Menschen früh und bei anderen erst nach vielen Jahren auftritt.

Ein Punkt, den Betroffene allerdings beeinflussen können, ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente.

  • Die Wirkung beruht darauf, dass das Medikament in der Zelle einen Mechanismus blockiert. 
  • Wird das Medikament weggelassen, kann der blockierte Mechanismus wieder greifen – und die Zelle kann schnell „wieder aufwachen“.
  • Dies kann in einem Zeitraum von etwa 24 Stunden relevant sein kann.
  • Wiederholtes Aussetzen und Wiedereinsetzen könnte die Zellen möglicherweise dazu „anregen“, schneller nach Auswegen zu suchen. Dieser Teil wird als spekulativ eingeordnet, aber als wichtiges Argument genutzt, um die Bedeutung regelmäßiger Einnahme zu erklären.

Was bedeutet „regelmäßig“ konkret?

  • täglich in der vorgesehenen Dosierung
  • möglichst zu einer ähnlichen Tageszeit (morgens oder abends – die exakte Minute ist nicht entscheidend)
  • nicht: wochenlang pausieren, am Wochenende grundsätzlich weglassen oder mehrere Tabletten auf einmal „nachholen“

Wenn eine einzelne Einnahme einmal vergessen wurde, soll sie nicht nachträglich durch Mehrfacheinnahme ausgeglichen werden. Häufen sich vergessene Dosen (zum Beispiel mehrfach pro Woche), sollte das Gespräch sehr ernsthaft geführt werden, um die Gründe zu verstehen. Es kann hilfreich sein, Angehörige in Gespräche einzubeziehen, um die gegenseitige Unterstützung zu stärken und die tatsächliche Einnahmeregelmäßigkeit besser einschätzen zu können.

Kann man die Medikamentenmenge im Blut messen?

Prinzipiell kann man Medikament oder Abbauprodukte im Blut messen. Diese Messungen haben sich aber nicht bewährt, weil daraus meist keine klaren Konsequenzen ableitbar sind. Entscheidend für die Wirksamkeit ist nicht nur die Menge im Blut, sondern die Menge in der Tumorzelle – und ob das zuverlässig miteinander korreliert, ist fraglich.

Stattdessen wird die Behandlung anhand von zwei Faktoren beurteilt:

  • Wirksamkeit (über Verlaufskontrollen in der Bildgebung)
  • Verträglichkeit (über Nebenwirkungen und typische Blutwerte)

Zusätzlich gibt es bestimmte Routineblutwerte, die Hinweise geben können, ob ein Patient das Medikament überhaupt einnimmt, weil typische Veränderungen unter Therapie zu erwarten sind.

Verlaufskontrollen: welche Untersuchungen sinnvoll sind und wie oft sie erfolgen

Verlaufskontrollen sollen zeigen, ob der Tumor auf die Therapie reagiert – also stabil bleibt, langsam wächst, kleiner wird oder rasch zunimmt.

Standardverfahren hierfür sind: 

  • Computertomografie (CT)
  • Kernspintomografie (MRT)

Ultraschall wird als regelmäßige Verlaufskontrolle nicht empfohlen, unter anderem weil er schlechter dokumentierbar ist und Vergleiche schwieriger sind. CT- oder MRT-Bilder können dagegen als Datenträger mitgenommen und von verschiedenen Stellen gut verglichen werden.

Kontrollintervalle: stabiler Verlauf vs. Therapiewechsel

  • Wenn eine Therapie schon lange gut wirkt, können die Kontrollen weiter auseinanderliegen.
  • Bei einem Progress und insbesondere nach Umstellung auf ein neues Medikament sollen Kontrollen engmaschiger erfolgen, zum Beispiel nach zwei bis drei Monaten, weil man noch nicht weiß, ob das neue Medikament wirkt.

Wo sollen Kontrollen stattfinden: Zentrum oder vor Ort?

Vorteile im Zentrum

  • dort weiß man genauer, worauf zu achten ist
  • oft umfassendere Aufnahmeprogramme 
  • bessere Möglichkeit, Unklarheiten direkt mit dem Radiologen zu besprechen
  • insgesamt „besser im Griff“, weil alles aus einer Hand kommt

Vorteile vor Ort

  • weniger Aufwand für Betroffene
  • schnellere Termine 
  • praktischer, wenn Wege weit sind

Verlaufskontrollen sollten idealerweise:

  • mit dem gleichen Verfahren (CT oder MRT) erfolgen
  • an der gleichen Stelle durchgeführt werden

Ein ständiger Wechsel zwischen CT hier, MRT dort und zwischendurch Ultraschall erschwert sinnvolle Vergleiche.