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Stress in Widerstandskraft umwandeln

In diesem Beitrag geht es um:

  • Positive Ereignisse Wahrnehmen, Umgang mit Stressoren
  • Unterscheidung: was kann ich ändern und was nicht (Akzeptanz)

Karin Strube

Mitgründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der Strube Stiftung

Dr. Jens Stäudle

Leiter der Krebsberatungsstelle LINA am Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart

Widerstandsfähigkeit im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung

Eine Krebsdiagnose, oder auch ein Fortschreiten der Krebserkrankung trotz Therapie sind tiefe Einschnitte ins Leben. Sie verändern alles und stellen alles infrage, was wir bisher für wichtig gehalten haben.

Die Frage ist, wie kann man mit einem solchen tiefen Einschnitt umgehen? Wie kann ich, nachdem mich diese Nachricht zunächst auf den Boden geschmettert hat, wieder aufstehen?

Besondere Stressoren bei Krebserkrankungen (da nicht vorhersehbar) mit Kontrollverslust einhergehend und unklarer Ursache und Unklarheit bezüglich des weiteren Verlaufes:

  • Frustration,
  • Trauer,
  • Angst,
  • Grübeln

sind normale Gefühle bei einer schweren Erkrankung. Rückschläge, Einschränkungen und belastende Symptome müssen und sollen nicht einfach wegdiskutiert werden. Trotzdem kann es aber auch dazu kommen, dass negative Gefühle sich verfestigen und unser Leben bestimmen.

Wie schützen wir uns davor in einen Teufelskreis der Trauer, Angst und Frustration zu kommen, bzw. wie können wir da wieder rauskommen?

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Was ist Resilienz?

Definition:

  • Fähigkeit Ressourcen zu nutzen, um Herausforderungen zu bewältigen (eigene und aus dem Umfeld)
  • psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen

Resilienz kann einen wichtigen Beitrag zur Fähigkeit einer Person sein, sich zu erholen oder auf Herausforderungen und Veränderung zu reagieren. (Wikipedia)

Reaktion ist abhängig von Erfahrung, Einstellung, Veranlagung, persönlicher Verfassung, Fähigkeit.

Wie können wir Resilienz lernen und aktiv für uns anwenden?

Dafür hat Mary A. Steinhardt ein 4-stufiges Konzept entwickelt, das wir hier als Inspiration genommen haben, Tipps und Tricks zum Thema Resilienz zu geben.

Die vier Stufen, um resilienter werden zu können, sind folgende:

1.) Stress in Widerstandskraft umwandeln
2.) Verantwortung übernehmen
3.) Fokus auf eine konstruktive Bewertung
4.) Bedeutsame Beziehungen gestalten

Stressoren

  • Dauerbelastungen (Job, Familie, wirtschaftliche Nöte)
  • Belastendes Lebensereignis (Krankheit, wirtschaftliche Lage, Rollenbild, Angst),
  • Alltagsärgernisse

==> Wir brauchen eine Idee davon, wie wir mit der Situation umgehen könnten (Lösungsideen, welches Ergebnis will ich)

Wie verhalte ich mich nach einem schlimmen Ereignis?

  • Resignieren/Aufgeben –> Opferrolle
  • Sich mit wenig zufriedengeben
  • Widerstand leisten
  • Über sich hinauswachsen

Hier ist es wichtig zu wissen, dass eine unterschiedliche INTERPRETATION des gleichen Stressors zu unterschiedlicher Widerstandskraft führt!

Allgemeine Beispiele, die wir alle kennen:

  • Arbeitsabläufe werden verändert
  • Digitalisierung

Beispiel:

Im Zusammenhang mit Krebs gibt es viele belastende Lebensereignisse, wie z.B. Behandlungen, Nebenwirkungen, Umgang mit Einschränkungen und auch mit schlechten Prognosen.

Wir wollen mit den vier Filmen Menschen Wege aufzeigen, damit sie möglichst konstruktiv mit diesen Belastungen umgehen können.

Die Kernfrage zur Stärkung der Widerstandskraft

Ist die Situation so, dass ich durch mein Handeln etwas daran ändern kann oder nicht?

Gefühlsorientiert

Wenn man aber nichts an dem Problem ausrichten kann, so muss man sich auf die eigenen Gefühle dazu fokussieren. Wie kann ich Akzeptanz erreichen, ohne zu resignieren?
Wobei man sich bewusst machen muss, dass eine „spontane“ Gefühlsreaktion meist wenig hilfreich ist. So z.B. Verdrängen, Verleugnen, wütend werden.

Problemorientiert

Wenn ich das Problem durch Handeln beeinflussen kann, sollte man das auch tun! Gehen Sie problemorientiert vor, analysieren Sie, planen Sie und lösen Sie so das Problem so weit wie möglich.

Wie man nach diesen zunächst ganz natürlichen Gefühlsausbrüchen wieder in einen konstruktiven und auch rationalen Modus zurückkommt, der einem erlaubt aktiv handelnd vorzugehen, erläutern wir in diesen Beiträgen: